Es ist längst nach zwölf. Die Worte sind verstummt – doch ihre Bilder bleiben.
In Nach Zwölf folgt die Natur keinen physikalischen Gesetzen. Sie gehorcht psychischen und moralischen Kräften.
Zeit und Erinnerung geraten aus ihrer Ordnung, abstrakte Größen werden körperlich. Die Zartheit der Worte trifft auf die harte Wirklichkeit; Bewegung und Stillstand lösen einander ab. Und immer wieder wenden die letzten Zeilen das zuvor Gelesene – leise, unerwartet, endgültig.
Nina Haus verdichtet Liebe, Verlust, Schuld, Erinnerung und die Suche nach dem eigenen Ich zu surreal-philosophischen Gedichten. Zwischen Traum und Wirklichkeit, Nähe und Fremdheit, Zerfall und Neubeginn entsteht aus wenigen Worten ihre unverwechselbare poetische Signatur.
Doch selbst dort, wo etwas zerbricht – eine Liebe, eine Gewissheit, ein Ich –, fällt immer wieder Licht durch geschlossene Lider.
Vier poetische Zyklen führen durch Nähe und Verlust, Erinnerung und Fremdwerden bis in die Stille nach dem Zerfall.
Die Leere in dir
hat mich gesucht.
Doch sie konnte mich nicht finden.
Ich war
gerade
in meiner Leere
unterwegs.
Trinke dein Glas Wasser aus.
Beeile dich nicht.
Lächle,
bevor die Kälte
deine Farbe
verschwinden lässt.
Nimm meine Gedanken mit,
wenn du gehst.
Sie wiegen nichts.
Sie platzen unterwegs.
„Schön, dass du hier bist. Ich freue mich, wenn meine Gedichte Erinnerungen in dir wecken – die längst vergessenen, die tief in uns allen liegen."
„Ehrlich: Du schreibst grandios. Nicht kitschig – sondern jedes Wort ist passend."
Uwe„Ich finde deine Gedichte ganz wunderbar, sie berühren mich sehr, und manche hinterlassen eine gewisse Melancholie. Auf jeden Fall hallen sie sehr nach – verrückt, was du alles in Worte fassen kannst."
Heike„Gefällt mir wirklich gut. Einmal lesen erfasst es für mich nicht vollständig – da steckt so viel drin, dass ich mich intensiver damit beschäftigen muss."
Jürgen C.
Nina Haus sucht in ihren Gedichten den Augenblick, in dem etwas zerbricht – und das Licht, das trotzdem hindurchfällt. Sie schreibt über das, wofür im Alltag die Worte fehlen. Nach Zwölf ist ihr erster Gedichtband. Zuvor erschien ihr Debütroman SeelenTango.
Trag dich ein und lies neue Gedichte vor allen anderen – und erfahre als Erste von Lesungen und neuen Büchern.